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Den Ort Friedrichsdorf gibt es schon eine ganze Weile, bereits seit 1687. Die Gründung geht auf den Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Homburg zurück. Er hatte französischen Glaubensflüchtlingen (Hugenotten) die Möglichkeit zum Ansiedeln geboten und ihnen darüber hinaus wichtige Privilegien gegeben. Diese "colonie française" erhielt 1771 die Stadtrechte. Sie entwickelte sich schnell zu einem gewerblichen Zentrum, in dem sich in der Hauptsache alles rund um Stoffe drehte.
1916 war das im Jahre 1804 von Vogelsberger Bauern gegründete Dorf Dillingen eingemeindet worden. Die vier ältesten Gebäude des Ortskerns mit ihrem typischen Fachwerk stehen heute unter Denkmalschutz.
Sehenswert auch der "Dillinger Dom", um 1820 als Schule und Betsaal des Dörfchens erbaut und noch heute beliebt für kirchliche Trauungen.
Weltweit bekannt wurde Friedrichsdorf schließlich als "Stadt des Zwiebacks". Ein ehemaliger Schiffskoch namens Stemler hatte die sehr lukrative Idee am Anfang des 19. Jahrhunderts: er backte ein spezielles Weißbrot einfach zweimal - womit die Geburtsstunde des "Zwiebacks" eingeläutet worden war und regelrechte ‚Zwiebackdynastien' entstanden.

Bemerkenswert ist der Umgang mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen, die das Zusammenleben der Menschen hier geprägt hat. Als Symbol traditioneller Toleranz gilt auch der 1987 erbaute "Tempel der Mormonen".

Philipp Reis , der berühmteste Bürger Friedrichsdorfs, hat hier 1861 sein Telefon der Öffentlichkeit vorgestellt.

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