| Am Südosthang des
Taunus liegt Seulberg, einer der ältesten Orte im Hochtaunuskreis. "Suleburc", so hieß die
ursprünglich fränkische Siedlung, leitete ihren Namen aus den Resten einer römischen
Villa, der "villa rustica", ab. Zum ersten Mal genannt wird Seulberg im
"Lorscher Codex" 767. Spätsteinzeitliche Siedlungreste deuten bereits auf eine
Besiedlung um 1600 v. Chr. hin.
Wirtschaftlich war die
Landwirtschaft bedeutend, aber auch die Leineweberei und die Töpferei spielten eine
wichtige Rolle. Gute Handelsbeziehungen wurden zu den Hugenotten in Friedrichsdorf
entwickelt.
Wahrzeichen Seulbergs ist seit
langer Zeit der Aulofen. Ein Gewölbe innerhalb des Ofens für den Brandvorgang umfaßte
1200 Töpfe. Die Töpferzunft war auch die wichtigste Handwerkervereinigung im Ort.
Eine traurige Berühmtheit erhielt
der Ort durch seine "Hexenprozesse" im 17. Jahrhundert: Ein Seulberger Pfarrer
entfesselte eine Flut von sogenannten Hexenklagen - 31 Frauen mußten sterben. |